



Mittels Strom aus Windkraft kann jede gewünschte Temperatur hergestellt werden. Ein Wärmenetz mit einer Vorlauftemperatur von über 60 Grad ist besonders sinnvoll für vorhandene ältere Gebäude, wo eine Wärmedämmung zu teuer oder unmöglich wäre. Der eingesetzte Strom aus Windkraft ist extrem kostengünstig, da der Speicher nur bei viel Wind und entsprechend niedrigem Strompreis gefüllt wird. Die Wärme wird dabei aus Windenergie gewonnen und zwar nach dem Prinzip „Nutzen statt Abregeln“. Mit Energiespitzen, die für eine andere Nutzung zu selten sind, werden 1 Million Liter Wasser in dem gut gedämmten Speicher auf bis zu 93 Grad erwärmt. Aus dem Speicher heraus erfolgt dann die Wärmeversorgung.
Windspeicherheizungen nutzen Strom aus nahegelegenen Windfeldern und sorgen für eine CO2-freie Wärmeversorgung vor Ort. Synergiereich werden hierbei die energiewirtschaftlichen Segmente Strom und Wärme vernetzt. Dieses praktische Beispiel für Sektorkopplung ist wegweisend für zahlreiche norddeutsche Kommunen und Städte, die über Windenergie in der Nachbarschaft verfügen.
Das Besondere an dem Windwärmespeicher ist die Verbindung eines Nahwärmenetzes und Windenergieanlagen vor Ort mit einem elektrisch betriebenen Wärmespeicher. Darin dient der unregelmäßig anfallende Strom aus Produktionsspitzen dazu, das Wassers im Speicher zu erhitzen.